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Innenentwicklung als Schwerpunktthema

Pressemitteilung der Abgeordneten Schalk und Westphal

24.01.2019 | Ansbach
Im Anschluss an die Vorträge von Annette Willmann-Hohmann (zweite v.li.) und Gerhard Jörg (dritter v.li.) konnten die Bürgermeister (hier im Bild Bürgermeister Helmut Schnotz aus Bechhofen) ihre Fragen zum Thema stellen
Im Anschluss an die Vorträge von Annette Willmann-Hohmann (zweite v.li.) und Gerhard Jörg (dritter v.li.) konnten die Bürgermeister (hier im Bild Bürgermeister Helmut Schnotz aus Bechhofen) ihre Fragen zum Thema stellen

Die Innenentwicklung unserer Städte und Gemeinden ist ein zentrales Thema sowohl für die Bevölkerung als auch für Kommunalverantwortliche. Verwaiste Dorfkerne und leerstehende Anwesen sind ein Bild, das kein Bürgermeister gerne in seinem Ort sehen möchte. Um diesem Trend entgegenzuwirken, unterstützt der Freistaat Bayern seine Kommunen mit verschiedenen Förderprogrammen. Die beiden Stimmkreisabgeordneten für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal und Andreas Schalk nahmen diese Entwicklung auf und haben die Bürgermeister aus dem Landkreis zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Innen statt Außen“ eingeladen.

Manuel Westphal verdeutlichte zu Beginn, dass er und sein Kollege im Bayerischen Landtag Andreas Schalk im vergangenen Jahr bei vielen Gesprächen mit Bürgermeistern auf das Thema Innenentwicklung angesprochen wurden. Auch während einer Veranstaltung mit der damals zuständigen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Ilse Aigner war der sparsame Umgang mit Flächen und die Möglichkeiten der Kommunen dazu beizutragen ein großes Thema. Die beiden Abgeordneten nahmen dies als Anlass, eine Veranstaltung zusammen mit der für die Städtebauförderung zuständigen Regierung von Mittelfranken sowie dem Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, das die Dorferneuerung betreut, zu organisieren.

 

Während der Informationsveranstaltung im Bergwirt in Herrieden erklärte Gerhard Jörg, Behördenleiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, dass bereits bisher im Rahmen der Dorferneuerung die Innenentwicklung vorangetrieben werde. In den Kommunen im Landkreis Ansbach laufen derzeit 47 Verfahren der Ländlichen Entwicklung. In 40 Verfahren und 12 gemeindlichen Vorhaben ist die Dorferneuerung anhängig. Mit der Dorferneuerung könne man beides bewerkstelligen, erklärte Jörg: Flächen sparen und die Ortskerne weiterentwickeln. 

Die neue Förderinitiativen „Innen statt Außen“ und „Flächenentsiegelung“ ergänzen die bestehenden Möglichkeiten noch. Damit möchte man den auch auf den Bevölkerungszuwachs zurückzuführenden steigenden Flächenverbrauch eindämmen und mehr auf Innenentwicklung setzen. Das Ziel sei, den Flächenverbrauch soweit wie möglich zu reduzieren.

„Wir müssen die Möglichkeiten der Innenentwicklung nutzen und auf die veränderten Bedürfnisse in der Bevölkerung reagieren. Junge Paare und Singles benötigen ebenso Wohnraum wie Senioren, die gegebenenfalls auf Unterstützung angewiesen sind. Wir brauchen somit auch kleinere Wohnungen im Ortskern“, machte Jörg deutlich. Dabei sollen die Potenziale, die im Ort liegen, aufgedeckt und genutzt werden. Weg von den „Donuts-Dörfern“ hin zu „Krapfen-Dörfern“, mit dem Besten in der Mitte, sei seine Devise. 

 

Auch Annette Willmann-Hohmann von der Regierung von Mittelfranken, bei der die Städtebauförderung angesiedelt ist, bläst ins selbe Horn: „Die wachsende Bevölkerung hat einen steigenden Wohnflächenbedarf zur Folge. Die steigende Flächennutzung in Bayern kann nicht unreflektiert fortschreiten, weshalb der Freistaat die Kommunen fachlich unterstützt und finanzielle Anreize zur Innenentwicklung bietet“, erklärte Willmann-Hohmann und gab dazu zwei Beispiele: die Umnutzung eines alten Sägewerks in Uehlfeld (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) sowie einer alten Brauereifläche in Lichtenau (Landkreis Ansbach) zu einem Wohngebiet mit unterschiedlichen Wohnformen. 21 Gemeinden sind derzeit im Landkreis Ansbach in einem Programm der Städtebauförderung.   

 

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die zahlreich anwesenden Bürgermeister die Innenentwicklung sehr ernst nehmen und in ihren Kommunen die Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung nutzen wollen. „Unser Eindruck aus zahlreichen Gesprächen hat sich heute noch verfestigt und wir hoffen, dass viele Kommunen in unserer Region die Chance nutzen und ihre Ortskerne mit Hilfe der unterschiedlichen Programme vitalisieren. Unser Prinzip ist die Freiwilligkeit. Als CSU wollen wir für die Kommunen Anreize schaffen, statt durch Verbote einschränken. Beratend und unterstützend stehen ihnen hierbei die beiden Behörden zur Seite“, verdeutlichte Andreas Schalk auch im Namen von Manuel Westphal abschließend.

Andreas Schalk MdL

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