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Reformen mit Augenmaß

Andreas Schalk positioniert sich klar in der Landtagsdebatte

16.04.2026 | Frank Stöckert - Büro Andreas Schalk | München

In der jüngsten Debatte des Bayerischen Landtags über notwendige Reformen im Steuer- und Sozialbereich hat der CSU-Abgeordnete Andreas Schalk deutlich Stellung bezogen. Anlass war ein Dringlichkeitsantrag der AfD-Fraktion mit dem Titel „Kein Steuerfeldzug gegen die Familie – Schluss mit der Belastungspolitik!“. Schalk nutzte seine Rede, um die Position der CSU klar herauszustellen und zugleich für eine sachliche, faktenbasierte Diskussion zu werben.

 

Zu Beginn machte Schalk deutlich, dass Reformen in den sozialen Sicherungssystemen sowie im Steuersystem grundsätzlich notwendig seien. Angesichts der aktuellen Herausforderungen sei es richtig, Vorschläge von Expertinnen und Experten ernst zu nehmen und offen zu diskutieren. Dies betreffe insbesondere Empfehlungen aus Fachgremien, die im Auftrag der Politik erarbeitet werden. Gleichzeitig betonte er, dass aus solchen Vorschlägen nicht automatisch politische Entscheidungen folgen – diese müssten sorgfältig abgewogen werden.

In Bezug auf die gesetzliche Krankenversicherung stellte Schalk klar, dass eine Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern derzeit nicht konkret vorgeschlagen worden sei. Vielmehr liege ein umfassender Maßnahmenkatalog einer Expertenkommission vor, der differenziert betrachtet werden müsse. Eine pauschale Darstellung, wie sie im Antrag der AfD erfolge, greife daher zu kurz.

Auch beim Thema Mehrwertsteuer warb Schalk für mehr Sachlichkeit in der Debatte. Vorschläge zur Anpassung der Mehrwertsteuer würden seit Jahren von verschiedenen Instituten eingebracht und seien Teil eines breiteren wirtschaftspolitischen Diskurses. Es sei Aufgabe der Politik, solche Vorschläge zu prüfen und einzuordnen – nicht jedoch, sie vorschnell zu skandalisieren. Klar sei für die CSU jedoch: Eine Mehrbelastung von Familien, Leistungsträgern und sozial Schwächeren dürfe es am Ende nicht geben.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war das Ehegattensplitting. Schalk kritisierte, dass die Diskussion darüber oft zu einseitig geführt werde. Neben den steuerlichen Aspekten müsse auch berücksichtigt werden, dass viele sozialrechtliche Regelungen – etwa bei Sozialleistungen oder in der Pflege – auf einer gemeinsamen Betrachtung von Ehepartnern basieren. Wer das Ehegattensplitting infrage stelle, müsse konsequenterweise auch diese Zusammenhänge mitdenken. Zudem gab er zu bedenken, dass die Leistungen, die Familien füreinander erbringen, häufig eine erhebliche Entlastung für den Staat darstellen.

Grundsätzlich bekräftigte Schalk die klare Haltung der CSU: Familien stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes und dürfen durch Reformen nicht zusätzlich belastet werden. Vielmehr müsse das Ziel sein, ein ausgewogenes Gesamtkonzept zu entwickeln, das sowohl die finanzielle Stabilität der Systeme sichert als auch die Leistungsfähigkeit von Familien anerkennt.

Abschließend unterstrich Schalk die Bedeutung einer offenen und differenzierten politischen Debatte. Die komplexen Herausforderungen im Steuer- und Sozialbereich erforderten eine fachlich fundierte Auseinandersetzung. Wer Diskussionen vorschnell unterbinde oder verkürze, werde der Tragweite der Entscheidungen nicht gerecht.

Mit seiner Gegenrede zum AfD-Antrag machte Andreas Schalk deutlich: Die CSU steht für eine verantwortungsvolle Reformpolitik, die auf Ausgleich, Sachlichkeit und den Schutz von Familien setzt.