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Wichtiger Baustein für die Notfallversorgung

Neues Rettungseinsatzfahrzeug speziell für Fälle ohne akute Lebensgefahr in Stadt und Kreis Ansbach unterwegs

03.02.2026 | Frank Stöckert - Büro Andreas Schalk | Neunstetten
Die Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz und Andreas Schalk im neuen REF des BRK-Kreisverbands Ansbach.
Die Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz und Andreas Schalk im neuen REF des BRK-Kreisverbands Ansbach.

Der BRK-Kreisverband Ansbach hat jüngst sein neues Rettungseinsatzfahrzeug (REF) offiziell in Dienst gestellt. Stationiert am BRK-Rettungsstellplatz Neunstetten (Stadt Herrieden), soll das Fahrzeug künftig gezielt Einsätze ohne akute Lebensgefahr übernehmen und so den Rettungsdienst sowie die Krankenhäuser spürbar entlasten.

Eröffnet wurde die feierliche Einweihung von der BRK-Kreisvorsitzenden Anna-Maria Wöhl. In ihren Grußworten hoben Landrat Dr. Jürgen Ludwig sowie die Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz und Andreas Schalk die positive Entwicklung des Standorts Neunstetten und die zentrale Rolle des Bayerischen Roten Kreuzes als verlässlichen Partner in der Notfall- und Gesundheitsversorgung hervor.

Andreas Schalk, Mitglied des Bayerischen Landtags, betonte die Bedeutung moderner und bedarfsgerechter Einsatzkonzepte. Das neue Rettungseinsatzfahrzeug sei ein Beispiel dafür, wie Innovation ganz konkret bei den Menschen ankomme: „Nicht jeder Notruf muss automatisch im Krankenhaus enden. Entscheidend ist, dass Patientinnen und Patienten schnell qualifizierte Hilfe erhalten – und genau dafür ist das REF ein wichtiger Baustein.“

Seinen Worten verlieh Schalk auch eine persönliche Note. Bei einer früheren Mitfahrt mit Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern des BRK Ansbach konnte er die hohen Anforderungen des Einsatzalltags unmittelbar erleben: den enormen Zeitdruck, die körperliche Belastung und die psychischen Herausforderungen durch Leid und Ausnahmesituationen. „Diese Erfahrungen haben meinen Respekt vor der Professionalität, der Verantwortung und der Belastbarkeit der Einsatzkräfte noch einmal deutlich vertieft“, so Schalk. Für ihn bestätige sich dadurch, wie wichtig gute Rahmenbedingungen, moderne Ausstattung und innovative Konzepte wie das REF seien.

Das Einsatzkonzept stellte im Rahmen der Feier zur Inbetriebnahme BRK-Kreisgeschäftsführer Christian Bernhard vor. Das REF ist speziell für sogenannte Low-Code-Einsätze konzipiert – also Notfälle ohne akute Lebensgefahr, bei denen häufig kein Transport ins Krankenhaus erforderlich ist. Besetzt mit einem Notfallsanitäter übernimmt das Fahrzeug die Erstversorgung, die medizinische Einschätzung der Patientinnen und Patienten sowie die Absicherung von Einsatzstellen. Ziel ist es, klassische Rettungswagen für schwerwiegende Notfälle freizuhalten und unnötige Krankenhausaufnahmen zu vermeiden. Ein vergleichbares Modell wird seit 2024 erfolgreich in Regensburg erprobt. Die Ausweitung des Probebetriebs auf Regionen wie Ansbach, Dachau, Rosenheim und Würzburg gilt als Vertrauensbeweis in das Konzept. Dass das Projekt auch politisch Rückenwind hat, wurde bei der Vorstellung deutlich: Christian Bernhard verwies darauf, dass die Umsetzung auf eine Initiative der Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag zurückgeht – mit dem Ziel, innovative Ideen aus dem Gesundheitsausschuss in die Fläche zu bringen. Das REF ist täglich von 10 bis 18 Uhr im Einsatz und am Standort Neunstetten beheimatet. Ein sechsköpfiges Team wechselt sich in der Besetzung ab.

Für Andreas Schalk ist das Projekt ein weiterer Ansporn, sich auch künftig im Bayerischen Landtag für einen starken, zukunftsfähigen Rettungsdienst einzusetzen. „Innovationen wie das REF zeigen, dass wir mit klugen Konzepten die Versorgung verbessern und gleichzeitig die Einsatzkräfte entlasten können – zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region.“