Mit großer Sorge reagiert der Landtagsabgeordnete Andreas Schalk (CSU) auf bekannt gewordene Informationen über weitere Einschnitte im Fernverkehr der Deutschen Bahn in Westmittelfranken. Nach derzeit kursierenden Angaben soll ab Anfang Februar eine weitere ICE-Verbindung von und nach München gestrichen werden. Gleichzeitig drohen erhebliche Kürzungen im IC-Verkehr zwischen Nürnberg und Stuttgart. Für den Raum Ansbach würde dies bedeuten, dass künftig lediglich eine einzige ICE-Verbindung pro Richtung verbleibt.
Umso größer ist nun die Irritation über die neuen, bislang inoffiziellen Informationen. Noch im Oktober hatte die Deutsche Bahn erklärt, dass zwar die IC-Verbindung Nürnberg–Leipzig entfalle, die wichtige Strecke Stuttgart–Nürnberg jedoch erhalten bleiben solle. Die nun kolportierten Streichungen stehen dazu in deutlichem Widerspruch.
„Ein Rückbau der Fernverkehrsanbindung ist für unsere Region nicht hinnehmbar“, betont Schalk. In den vergangenen Jahren seien erhebliche Investitionen in die Bahninfrastruktur geflossen – unter anderem in den barrierefreien und für Schnellzüge ertüchtigten Bahnhof Ansbach. Diese Investitionen dürften nicht durch eine schleichende Ausdünnung des Angebots entwertet werden.
Gemeinsam mit Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Oberbürgermeister Thomas Deffner fordert Andreas Schalk die Deutsche Bahn daher zu einer zeitnahen und transparenten Stellungnahme auf. Klarheit sei notwendig, welche konkreten Maßnahmen im Fernverkehr tatsächlich geplant seien und wie künftig eine verlässliche Kommunikation mit den kommunalen und regionalen Akteuren sichergestellt werde.
„Die Menschen in Westmittelfranken brauchen Planungssicherheit“, so Schalk. „Eine starke Region braucht eine starke Anbindung – daran werden wir festhalten.“