Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche war der Landtagsabgeordnete Andreas Schalk nun zu Gast auf dem Gelände der Münchinger Holz GmbH am Standort Leutershausen und hat sich in diesem Rahmen einen umfassenden Eindruck von der Leistungsfähigkeit des mittelständischen Holzverarbeiters verschafft. Geschäftsführer Martin Seierlein, auf dessen Initiative der Besuch gründete, führte durch den Betrieb und erläuterte aktuelle Entwicklungen sowie zentrale Herausforderungen der Branche und des Mittelstands.
Die Münchinger Holz GmbH betreibt drei Standorte und beschäftigt insgesamt 160 Mitarbeitende, davon rund 100 in Leutershausen. Mit seiner Spezialisierung als Zulieferer der Holz-, Fenster- und Türenindustrie zählt der Betrieb zu den starken mittelständischen Unternehmen der Region – und ist zugleich international aufgestellt: „Die Produkte werden weltweit gehandelt, von Island bis Indien“, wie Martin Seierlein hervorhebt.Der Standort Leutershausen beeindruckt mit außergewöhnlichen Dimensionen: Sieben Hektar an Produktionshallen, 15 Hektar Gesamtfläche des Geländes, rund 18.000 Kubikmeter gelagertes Holz, insgesamt 2.500 verleimte Hölzer, die jederzeit verfügbar und „just-in-time“ lieferbar sind. Gerade deshalb sieht das Unternehmen auch im Bereich E-Commerce wachsendes Potenzial und erwägt diesen Vertriebsweg in Zukunft aufzubauen.
Wesentliches Thema des Austauschs war die zunehmende Belastung mittelständischer Betriebe durch Regulierung. Geschäftsführer Seierlein übte deutliche Kritik an den aktuellen Rahmenbedingungen. So verursache zum Beispiel das Lieferkettengesetz mit seinen engmaschigen Kontrollen enorme Kosten, ohne praktischen Nutzen für Betriebe zu bringen. Auch die Abhängigkeit von verpflichtenden Umweltzertifikaten und Labels sei problematisch. Durch deren Kriterien entstehe kein tatsächlicher Mehrwert für den Verbraucher. „Trotzdem müssen wir es erfüllen, um unsere Produkte anbieten zu können. Der Verbraucher selbst und auch die Umwelt hat davon allerdings oft rein gar nichts“, wie Seierlein herausstellte. Gleichzeitig komme bis heute, trotz eines seit Juni 2022 für die gesamte EU geltenden Importverbotes, illegales Holz aus Russland nach Deutschland und führe so zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen, so die Kritik des Geschäftsführers. Das Unternehmen punkte in dem angespannten Markt durch seine ausgesprochenen Stärken – die hohe Qualität, Flexibilität, Effizienz und Verlässlichkeit sowie eine außerordentliche Nischenkompetenz. Seierlein: „Wir bleiben immer in Bewegung – mit neuen Ideen, Inspiration und bodenständiger Arbeit. Uns ist wichtig, sichtbar und ansprechbar zu sein.“
Andreas Schalk nahm in einem ausführlichen und intensiven Gespräch die Sorgen sehr klar auf und bekräftigte die wirtschaftspolitische Linie der CSU. „Staatliche Vorgaben müssen wieder auf ein leistbares, praxisnahes Niveau zurückgeführt werden. Viele Standards sind mittlerweile völlig realitätsfern – das gilt für Unternehmen ebenso wie für Kommunen“, so Schalk.
In der CSU bestehe diesbezüglich kein Mangel an Erkenntnis. Die Umsetzung im gegeben rechtlichen Rahmen stelle die Politiker allerdings vor eine große Aufgabe. Gerade die Einwände von Verbänden und Interessengruppen bei der Entschlackung der Vorschriften führten zu langen Prozessabläufen, wie der Abgeordnete betonte. „Die Gefahr einer möglichen Haftung blockiert das öffentliche Leben in nahezu jedem Bereich und erschwert die angestrebte Entbürokratisierung immens.“
Andreas Schalk hob den ausgeprägten Unternehmergeist und die große Eigeninitiative bei der Münchinger Holz GmbH hervor. Diese Haltung sei der entscheidende Schlüssel für die kontinuierlich positive Entwicklung eines Unternehmens: „Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, neue Ideen umzusetzen und Chancen aktiv zu ergreifen, sichert nicht nur den eigenen Betrieb, sondern stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort“, so Schalk.
„Die Münchinger Holz GmbH zeige eindrucksvoll, wie wichtig mittelständische Betriebe für unsere Region und ganz Bayern sind. Sie brauchen politische Unterstützung statt neuer bürokratischer Hürden. Die CSU bleibt ihr verlässlicher Partner – regional verankert, pragmatisch, wirtschaftsnah.“