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Waldwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Reger Zuspruch für geführte Wanderung der Bayerischen Staatsforsten auf Einladung von Andreas Schalk und Herbert Lindörfer

24.10.2022 | Abgeordnetenbüro Andreas Schalk | Colmberg
„Der Klimawandel hat uns längst erreicht.“ Der Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Rothenburg ob der Tauber Norbert Flierl gab einen informativen Einblick in die Waldwirtschaft. Copyright Abgeordnetenbüro Andreas Schalk
„Der Klimawandel hat uns längst erreicht.“ Der Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Rothenburg ob der Tauber Norbert Flierl gab einen informativen Einblick in die Waldwirtschaft. Copyright Abgeordnetenbüro Andreas Schalk

Knapp 40 Interessierte folgten nun der Einladung der CSU-Politiker Andreas Schalk und Herbert Lindörfer zu einer Waldwanderung auf dem barrierefreien Wanderweg bei Colmberg. Unter der Führung und fachlichen Begleitung des Forstbetriebsleiters der Bayerischen Staatsforsten Rothenburg ob der Tauber Norbert Flierl und dem zuständigen Revierförster Matthias Kohlberger erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle Informationen zum aktuellen Zustand der heimischen Wälder und einen fundierten Einblick in die moderne Waldwirtschaft.

„Der Klimawandel hat uns längst erreicht. Es gibt keine Baumart in den Staatsforsten, die nicht zeichnet“, stellte Flierl bereits eingangs der zweistündigen Wanderung mit Blick auf die Beschädigungen der Bäume infolge zunehmender Wetterextreme klar heraus. Hohe Ausfälle seien aktuell bei der Kiefer und der Fichte zu verzeichnen, Sorgen bereite zudem die Buche, wovon sich die Wandergruppe bei einem Blick in die Baumkronen selbst ein Bild machen konnte. Dem Waldumbau komme deshalb eine immens hohe Bedeutung zu. Ziel sei es daher, den Wald in Form eines Mischwalds mit natürlicher Verjüngung zu erhalten und klimaresistent zu machen. „Wir müssen beim Waldumbau auf mannigfaltige Karten setzen und hoffen, dass sich die nachfolgenden Baumgenerationen besser auf den Klimawandel einstellen“, so der Ausblick des Forstbetriebsleiters. Zusammen mit dem Revierförster Matthias Kohlberger richtete Flierl einen klaren Appell in Richtung der politischen Vertreter an eine verstärkte Bejagung. Die natürliche Verjüngung werde durch den Verbiss stark eingeschränkt. Die ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aufgaben des Waldes könnten nur erhalten werden, wenn die unteren Stockwerke sich entwickeln könnten und in Zukunft die Funktionen der jetzigen Bäume unter anderem als Sauerstoffproduzent, Wasser- und CO2-Speicher übernehmen.

Der Landtagsabgeordnete Andreas Schalk dankte für die tiefgehende und klare Darstellung vor Ort und den hohen Einsatz der Bayerischen Staatsforsten zum Erhalt der Wälder. Die heimische Kulturlandschaft sei ohne den Forst als wertvollen Lebens- und Erholungsraum nicht vorstellbar. Holz sei als nachhaltiger und klimaneutraler Roh- und Werkstoff zudem auch in Zukunft von höchster Bedeutung und verdiene jeden Aufwand um zu erwartende Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels meistern zu können.

Andreas Schalk MdL

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